Die europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie Dresden, abgekürzt EWS, war Mitglied der IHK Dresden und bot unterschiedliche Studiengänge an. Ziel war es, den Studierenden ein breites Angebot an international ausgerichteten Bildungsangeboten zu unterbreiten. Die private Bildungseinrichtung kooperierte intensiv mit anderen Bildungseinrichtungen und blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück.


Die Geschichte der EWS

Die europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie wurde 1908 in Dresden gegründet. Die ersten Lehrgänge wurden in Schönschreiben, kaufmännischem Rechnen und Buchführung angeboten. Bis vor Kurzem umfasst das Angebot staatliche anerkannte Ersatz- und Ergänzungskurse in Wirtschaft, Fremdsprachen und Medizin. Seit 2008 erfolgte der Abschluss in Form eines Bachelors. Erfahre mehr über die Geschichte der EWS?

 

Von Weiterbildungen zu staatlich anerkannten Ersatzabschlüssen

1991 wurde eine Niederlassung auch in Dresden gegründet. Anfänglich lag der Fokus vor allem auf Weiterbildungen. Als die EWS Dresden als Ersatzschule staatlich anerkannt wurde, veränderte sich das Angebot hin zu Ausbildungen im Bereich Fremdsprachen mit unterschiedlichen Spezialisierungsmöglichkeiten. Darüber hinaus umfasste das Angebot auch eine einjährige Fachoberschule in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung.

 

Staatsregierung verringert Angebot

Im Jahr 2012 beschloss die Regierung des Freistaat Sachsen, die auszubildenden Berufe an der EWS Dresden zu reduzieren. Damit sollte das duale System, also der Gleichklang von Ausbildung und Studium, gestärkt werden. Dies kam einer Reduzierung des durch Landesrecht geregelten Bildungsauftrags der EWS Dresden gleich. Deswegen gründete sich eine Initiative von Studenten, Mitarbeitern und Dozenten, die unter dem Namen “Die Aktion” gegen diese Maßnahme kämpfen.

 

Veränderungen durch das Bachelor / Master – System

Bachelor AbschlussMit der Einführung des Bachelor-Studienabschlusses im Wintersemester 2008/2009 veränderte sich auch das Studienangebot der EWS Dresden. Die Einrichtung kooperiert sehr eng mit in- und ausländischen Bildungseinrichtungen. In Dresden selbst wurde nur eine Ausbildung angeboten. Durch die Kooperation könnten Studierende im Anschluss an die Ausbildung einen verkürzten, vier Semester dauernden Studienabschluss an einer Partneruniversität erwerben.

 

Starker Fokus auf Sprachen

Wie es der Name der EWS schon andeutet, lag ein starker Fokus auf Fremdsprachen. Hiermit wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass für einen beruflichen Erfolg Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen unabdingbar waren. An der EWS könnten Studenten ein Fremdsprachendiplom beispielsweise in Englisch oder Französisch erwerben. Damit wurden sie optimal auf die Abschlussprüfungen der IHK, von Sprachverbänden oder internationalen Handelskammern vorbereitet. Aber auch eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondent war möglich.

 

Das Motto der EWS

Das Motto der EWS lautete: Mein Ziel ist mein Job. Zuerst absolvierte man die Ausbildung bei der EWS. Anschließend folgte ein Job, eine Karriere und ein hochwertiges, aufbauendes Studium.